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Workshop RAPID-RE: Resilience by Practice and Design - Organisationale Resilienz zwischen Lernkulturen, digitaler Praxis und Requirements Engineering

Zeit & Ort

auf dem Informatik Festival 2026 in Dresden
Workshop-Webseite
Konferenz-Webseite

Der Workshop findet am 23.09.2026 um 14:00-18:00 Uhr in Dresden in Präsenz statt.
 

Motivation

Die Fähigkeit von Organisationen, auf Störungen, Unsicherheiten und dynamische Umweltbedingungen adaptiv zu reagieren, wird zunehmend als zentrale Voraussetzung nachhaltiger digitaler Transformation verstanden. Digitale und organisationale Resilienz entsteht dabei nicht allein durch robuste Technologien, sondern im Zusammenspiel von gestalteter Software, reflexiven Arbeitspraktiken und lernenden Organisationsstrukturen.

Workshop-Themen

Der Workshop RAPID-RE führt zwei bislang häufig getrennt diskutierte Perspektiven zusammen:
(1) Resilience by Practice – Resilienz als Ergebnis kontinuierlicher Lernprozesse, partizipativer Arbeitsformen und adaptiver Handlungspraxis – und
(2) Resilience by Design – Resilienz als gezielt gestaltbare Eigenschaft digitaler Systeme und soziotechnischer Arrangements, insbesondere durch Methoden des Requirements Engineering (RE).

Im Fokus steht die Frage, wie organisationale Resilienz durch das Zusammenspiel von Lernkulturen, Arbeitspraktiken und hardware- und softwaretechnischer Gestaltung systematisch unterstützt werden kann. Dabei wird Requirements Engineering nicht nur als technische Disziplin, sondern als Vermittlungsinstanz zwischen organisationalem Wissen, Unsicherheit und digitaler Umsetzung betrachtet.

Der Workshop adressiert unter anderem:

  • die Rolle agiler und partizipativer Methoden für kollektive Entscheidungsfähigkeit,
  • die Identifikation und Behandlung unberücksichtigter Szenarien, Störungen und Unsicherheiten im RE-Prozess,
  • die Verbindung von organisationalem Lernen, digitaler Souveränität und nachhaltiger Systemgestaltung,
  • sowie den Beitrag von Lehre, Weiterbildung und KI-gestützten Reflexionsformaten zur Entwicklung resilienter Kompetenzen.

Ziel ist es, aus den unterschiedlichen Blickwinkeln einen initiierenden Beitrag zu einem interdisziplinären Arbeitsfeld zu leisten, das organisationale Resilienz als lern- und gestaltungsfähige Eigenschaft soziotechnischer Systeme begreift. 

Einreichung von Beiträgen

Der Workshop ist explizit offen für unterschiedliche Reifegrade der Beiträge und versteht sich als Transfer- und Diskussionsraum zwischen Forschung und Anwendung. Willkommen sind theoretische Konzepte, empirische Studien, Fallberichte, Best Practices, Work-in-Progress-Beiträge und Position Papers, sofern sie fundiert argumentiert sind und das Potenzial besitzen, neue Perspektiven auf Resilienz in digitalen Organisationen zu eröffnen.

Die Beiträge sollen circa 8-10 Seiten umfassen.

Die Beiträge erscheinen in einem Proceedings-Band der Lecture Notes in Informatics der Gesellschaft für Informatik. Darum müssen sie sich an die entsprechende LaTex-Vorlage halten oder alternativ in Overleaf.

Einreichungen erfolgen über Conftool hier: https://www.conftool.org/informatik2026/

Die Beiträge werden in einem Double-Blind-Prozess begutachtet.

Pro Paper muss mindestens ein Autor vor Ort auf der Konferenz sein, eine Eintrittskarte haben und den Beitrag präsentieren.

Termine

21.05.2026 - Einreichung der Beiträge (verlängerte, harte Deadline)
01.07.2026 - Rückmeldung an die Autor/innen
12.07.2026 - Einreichung der Camera-Ready-Version der Beiträge 

Programmkomitee

  • Andreas Birk: Software Engineering Freiberufler, Stuttgart
  • Stan Bühne: Managing Director des IREB, Karlsruhe
  • Andrea Herrmann: Freiberufliche Trainerin und Beraterin für Software Engineering, Stuttgart
  • Maximilian Kroker: Rechtsanwalt, Berlin
  • Kai Mecke: Jade Hochschule, Wilhelmshaven
  • Oliver Norkus: Hochschule Bremerhaven
  • Rüdiger Weißbach: HAW Hamburg

Organisator*innen

  • Andrea Herrmann: Freiberufliche Trainerin und Beraterin für Software Engineering, Stuttgart
  • Kai Mecke: Jade Hochschule, Wilhelmshaven
  • Oliver Norkus: Hochschule Bremerhaven
  • Rüdiger Weißbach: HAW Hamburg