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SUMMARY:Identitätsmanagent - wer managt was?
DESCRIPTION:Wie kann es mit partiellen Identitäten und attribut-basierten C
 redentials datenschutzfreundlicher werden?  Internet-Anwendungen werden imm
 er weiter personalisiert, was oft mit erheblichen Datenschutzproblemen verb
 unden ist. Ein Beispiel ist das Streben nach mehr und mehr Identifikation d
 er Nutzer von z.B. sozialen Netzwerken oder Beteiligungs-Foren. Die Möglich
 keit, anonymen Zugriffskann Datenschutzprobleme lösen, jedoch wird in viele
 n Anwendungen (etwa zum Jugendschutz) vorausgesetzt, dass die Anbieter zumi
 ndest über eine oder mehrere Eigenschaften der jeweiligen Nutzer (etwa Voll
 jährigkeit) verlässlich Bescheid wissen. Die Frage ist dann, wer welche Ans
 prüche, Eigenschaften oder Attribute zusichern kann und welche Informatione
 n der darauf vertrauenden Seite weitergegeben werden, um diese Zusicherung 
 zu ermöglichen. Diese Herausforderung wird oft unter der Überschrift „Ident
 itätsmanagement“ behandelt.  Klassische für Anbieter vertrauenswürdige Cred
 entials verletzen oftmals die Datenschutzansprüche der Nutzer von Internetd
 iensten. Sie offenbaren oft die Identität des Inhabers, obwohl die jeweilig
 e Anwendung oft nur viel weniger Informationen benötigt, zum Beispiel nur e
 ine Bestätigung, dass der Benutzer ein Teenager ist oder Anspruch auf Sozia
 lleistungen hat. Im Gegensatz dazu erlauben attribut-basierte Credentials (
 attribute based credentials, ABC) einem Benutzer, nur die minimal erforderl
 ichen Informationen an eine Anwendung zu geben, ohne seine vollständige Ide
 ntität zu enthüllen. Diese Credentials erleichtern dadurch die für Anbieter
  vertrauenswürdige und zugleich die Privatsphäre der Nutzer respektierende 
 Nutzung von Internet-Anwendungen..  Allerdings sind die wichtigsten bestehe
 nden Implementierungen von ABCs, U-Prove und Idemix, nicht wirklich kompati
 bel, was ihre kombinierte Nutzung und Austauschbarkeit schwierig macht. Des
 wegen können Bedenken, an einen einzigen Anbieter gefesselt zu sein, die Au
 fnahme von ABC-Technologien am Markt behindern.  Dieser Vortrag gibt eine E
 inführung in das Thema Identitätsmanagement und einige Spannungsfelder zwis
 chen Privatsphärenschutz und Vertrauensgarantien und stellt das Projekt ABC
 4Trust (abc4trust.eu) vor, ein von der Europäischen Union finanziertes inte
 griertes Projekt, das die Verknüpfung und die Austauschbarkeit von ABC-Tech
 nologien anstrebt. Seine Ziele sind:  (1) eine gemeinsame, einheitliche Arc
 hitektur für ABC-Systeme, um zu erlauben, ihre jeweiligen Eigenschaften zu 
 vergleichen und sie auf gemeinsamen Plattformen zu kombinieren, (2)  offene
  Referenz-Implementierungen ausgewählter ABC-Systeme und (3)  Pilotanwendun
 gen, die es nachweisbar akkreditierten Mitgliedern zugangsbeschränkter Comm
 unities erlauben, ihrer Community oder deren Mitgliedern anonyme Rückmeldun
 gen und Kommentare, etwa zur Qualität von Veranstaltungen, zukommen zu lass
 en.  Die erste Pilotanwendung an einer schwedischen Schule (in Soederhamn) 
 wird einen pseudonymen Zugang zu sozialen Netzwerken für Schüler enthalten.
  Die zweite Pilotanwendung an der Universität Patras (Griechenland) ermögli
 cht Abstimmungen, speziell die geschützte Erhebung von Rückmeldungen autori
 sierter Studenten über die Kurse, die sie besucht haben und die jeweiligen 
 Dozenten.  
LOCATION:Universität Stuttgart, Campus Stuttgart-Vaihingen, Informatikgebäu
 de, Raum 0.108
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